Offene Kopfhörer 2026 im Test: Diese drei Modelle klingen zu Hause am natürlichsten

Foto: Andrea Piacquadio via Pexels

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine mithilfe von KI erstellte Zusammenfassung mehrerer unabhängiger Testberichte, kein eigener Praxistest. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Stand der Recherche: 21.09.2026

Inhaltsverzeichnis

Offene Kopfhörer klingen im Vergleich zu geschlossenen Modellen oft räumlicher und natürlicher, weil ihre luftdurchlässige Bauweise dem Klang mehr Platz zum Atmen lässt – und genau das bestätigen unabhängige Tests zu Sennheiser HD 560S*, Beyerdynamic DT 990 Pro* und Philips SHP9500* gleichermaßen. Anders als die mobilen Bluetooth-Kopfhörer, die sonst häufig im Mittelpunkt stehen, sind diese drei Modelle für den ruhigen Hörplatz zu Hause gedacht, sodass Schreibtisch, Wohnzimmer oder Mischpult die typischen Einsatzorte bleiben. Da neun unabhängige Fachquellen zu diesen drei Kopfhörern vorliegen, fasst dieser Vergleich zusammen, was Tester an Klang, Komfort und Alltagstauglichkeit tatsächlich gemessen und gehört haben.

Das Wichtigste im Überblick

Alle drei Modelle sind offene Over-Ear-Kopfhörer für den stationären Einsatz zu Hause, allerdings mit unterschiedlicher Zielrichtung. Weil ihn drei Fachtests übereinstimmend loben, überzeugt der Sennheiser HD 560S* mit der breitesten, konsistentesten Quellenlage (Ø 4,4/5). Der Beyerdynamic DT 990 Pro* punktet dagegen bei Mixing und Gaming mit einer außergewöhnlich breiten Bühne (Ø 4,0/5), sofern ein Kopfhörerverstärker vorhanden ist. Zwar erhält der Philips SHP9500* von den Testern die höchste Einzelnote, doch beruht diese auf einer schmaleren Datenbasis, während er zugleich mit Abstand das günstigste Modell im Vergleich bleibt.

Produkt Preisspanne (ca.) Ø-Bewertung Am besten für
Sennheiser HD 560S* 160–200 € 4,4/5 Neutraler Alltagsklang, Musik & Hörbücher
Beyerdynamic DT 990 Pro* 140–180 € 4,0/5 Mixing, Mastering, Gaming mit Verstärker
Philips SHP9500* 70–90 € 4,9/5* Günstiger Einstieg in offene Kopfhörer

* Basiert beim SHP9500 auf nur einer Quelle mit expliziter Zahlennote, siehe Bewertungsübersicht weiter unten.

Preis bei Amazon ansehen*

Vor- und Nachteile im Vergleich

Sennheiser HD 560S

Vorteile

  • Sehr ausgewogener, neutraler Klang mit feiner Detailauflösung, weil die offene Bauweise weniger Resonanzen im Gehäuse erzeugt.
  • Federleicht mit nur 240 Gramm, sodass auch mehrstündige Hörsitzungen bequem bleiben.
  • Austauschbares Kabel, zudem laut mehreren Testern ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Nachteile

  • Keine Transporttasche im Lieferumfang, obwohl das bei dieser Preisklasse üblich wäre.
  • Wegen der offenen Bauweise ungeeignet für Bus, Bahn oder das Büro, da Umgebungsgeräusche ungefiltert nach innen dringen.
  • Weniger räumliche Tiefe als bei deutlich teureren Sennheiser-Modellen, wie kopfhoerer.de anmerkt.

Beyerdynamic DT 990 Pro

Vorteile

  • Außergewöhnlich breite, fast dreidimensionale Bühnenabbildung, wie gleich zwei Quellen unabhängig voneinander bestätigen.
  • Austauschbare Verschleißteile, sodass sich der Kopfhörer langlebig reparieren lässt.
  • Sehr bequemer Sitz, selbst wenn er stundenlang getragen wird.
Nachteile

  • Verlangt wegen der hohen Impedanz einen eigenen Kopfhörerverstärker, da er sonst zu leise und dünn klingt.
  • Betonter Hochton, sodass er bei empfindlichen Ohren schnell grell wirken kann.
  • Kabel ist fest verbaut und lässt sich anders als beim HD 560S nicht ohne Weiteres austauschen.

Philips SHP9500

Vorteile

  • Ungewöhnlich große, gaming- und musiktaugliche Klangbühne, obwohl er zu den günstigsten offenen Modellen überhaupt zählt.
  • Sehr leichter, atmungsaktiver Sitz, sodass auch mehrstündige Sessions komfortabel bleiben.
  • Herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, da mehrere Quellen unabhängig voneinander zum gleichen Schluss kommen.
Nachteile

  • Zurückhaltender Bass, weshalb er für bassbetonte Genres eher ungeeignet ist.
  • Langes 1,5-Meter-Kabel und fehlende Tasche, sodass der Transport unpraktisch bleibt.
  • Wie bei allen offenen Modellen keine Geräuschisolierung, weder im Büro noch in der Bahn.

Für wen lohnt sich welcher offene Kopfhörer?

Wer viel Musik, Podcasts oder Hörbücher am Schreibtisch hört und dabei nicht ständig einen Verstärker anschließen möchte, findet im Sennheiser HD 560S die ausgewogenste Gesamtlösung, weil seine niedrige Impedanz ihn auch an Laptop oder Smartphone-Adapter ausreichend laut macht. Sofern bereits ein Audio-Interface oder ein separater Kopfhörerverstärker vorhanden ist, spricht laut den Testberichten vieles für den Beyerdynamic DT 990 Pro, wenn die Bühnenbreite beim Musik-Mixing oder in räumlichen Spielen Priorität hat. Wer offene Kopfhörer zunächst nur ausprobieren möchte, ohne viel Geld zu investieren, bekommt mit dem Philips SHP9500 den mit Abstand günstigsten Einstieg, muss dafür allerdings einen zurückhaltenden Bass in Kauf nehmen. Für unterwegs eignet sich dagegen keines der drei Modelle, weil die offene Bauweise Umgebungsgeräusche ungefiltert durchlässt; wer das sucht, ist mit den ANC-Kopfhörern für Pendler auf dieser Seite besser beraten.

Offene Kopfhörer im Test: Die ausführliche Auswertung

Sennheiser HD 560S

Der Sennheiser HD 560S* richtet sich klar an Musikhörer, die einen neutralen, unaufgeregten Klang schätzen, statt an DJs oder Vielreisende. Hifi.de vergibt in seinem Test vom 13.05.2021 8,5 von 10 Punkten und schreibt: „Beim Sennheiser HD 560S bekommst du verblüffend viel Klang fürs Geld.“ Zudem überzeugt der Kopfhörer laut demselben Test bei Bass und Mitten, weil er „straff konturiert und muskulös“ auftritt, ohne den restlichen Klang zu dominieren. Kopfhoerer.de bestätigt diesen Eindruck am 20.10.2020 mit 4,5 von 5 Punkten und lobt vor allem den Tragekomfort, da das geringe Gewicht von 240 Gramm gemeinsam mit der verstellbaren Polsterung für einen bequemen Sitz sorgt.

Obwohl die Redaktion von Stereo im Dezember 2020 keine Zahlennote vergibt, spricht sie von einem „kleinen Geniestreich der niedersächsischen Profis“, sodass sich auch dieses dritte Urteil nahtlos in das positive Gesamtbild einfügt. Einschränkend nennen mehrere Quellen zwar die fehlende Transporttasche sowie eine im Vergleich zu teureren Modellen wie dem HD 660S geringere Bühnentiefe. Weil der HD 560S aber mit niedriger Impedanz auskommt, funktioniert er ohne zusätzlichen Verstärker an den meisten Laptops und Smartphones – ein praktischer Vorteil gegenüber den beiden anderen Testkandidaten.

Beyerdynamic DT 990 Pro

Beim Beyerdynamic DT 990 Pro handelt es sich um einen waschechten Studio-Klassiker, den Headphonecheck.com am 17.05.2023 mit 4,6 von 5 Punkten bewertet und als Kopfhörer beschreibt, der „nicht nur eine gute Wahl für professionelle Produzenten und Ingenieure, sondern auch für Hobby-Musiker und Content-Creator“ sei. Obwohl das Modell inzwischen einige Jahre auf dem Markt ist, gehöre es laut demselben Test „immer noch zu den Referenzmodellen im Studio-Kopfhörer-Sektor“. Musicradar.com beschreibt am 02.03.2022 ohne konkrete Zahlennote, wie der Kopfhörer an einem Audio-Interface „plötzlich zum Leben erwachte“ und „schaufelweise Druck und Klarheit“ lieferte, was zeigt, wie stark die Wiedergabequalität von der verwendeten Verstärkung abhängt.

Sonarworks.com kommt am 15.04.2019 ohne Klangkorrektur dagegen nur auf 6,5 von 10 Punkten und bemängelt einen „Hochton-Eisberg“ ab etwa 6,5 Kilohertz, der das Beurteilen von Instrumenten-Obertönen erschwere; erst mit Kalibrierungssoftware steigt die Bewertung dort auf 8,1 Punkte. Da alle drei Quellen unabhängig voneinander auf die hohe Impedanz und den Bedarf an einem Kopfhörerverstärker hinweisen, sollten Interessenten diesen Zusatzaufwand von vornherein einplanen.

Philips SHP9500

Als günstigster Kandidat in diesem Vergleich tritt der Philips SHP9500 an, den Homestudiobasics.com in seiner am 09.06.2026 aktualisierten Bewertung mit 4,9 von 5 Punkten zum bislang bestbewerteten Modell dieses Vergleichs macht. Die Redaktion beschreibt ihn dort als „so ziemlich das Nächste, was man einem echten audiophilen Kopfhörer kommen kann, ohne den audiophilen Preis zu zahlen“. Zwar vergibt Headphonesproreview.com in seinem zuletzt am 26.06.2023 aktualisierten Test keine Zahlennote, würdigt aber ausdrücklich die ausgewogene Klangabstimmung: „Der Bass ist weder zu dominant noch zu dumpf; er liefert genau richtig ein beeindruckendes Hörerlebnis.“

Ebenfalls ohne konkrete Punktzahl, dafür mit klarer Kaufempfehlung, bewertet Garegear.com den Kopfhörer am 05.11.2025 und beschreibt das offene Klangbild so: „Das Open-Back-Design lässt Musik und Spiele riesig wirken. Man fühlt sich, als wäre man im Raum, statt nur Kopfhörer zu tragen.“ Trotz der insgesamt sehr positiven Quellenlage bleibt allerdings festzuhalten, dass sich diese hohe Durchschnittsnote auf nur eine Quelle mit expliziter Zahlenbewertung stützt, während die beiden anderen Tests den Eindruck zwar inhaltlich bestätigen, aber keine eigene Note zur Mittelung liefern.

Aktuellen Preis prüfen*

Bewertungsübersicht: Original-Noten im Vergleich

Quelle Produkt Original-Bewertung Normalisiert (1–5)
hifi.de (13.05.2021) HD 560S 8,5/10 4,3
kopfhoerer.de (20.10.2020) HD 560S 4,5/5 4,5
stereo.de (12/2020) HD 560S keine Note –
headphonecheck.com (17.05.2023) DT 990 Pro 4,6/5 4,6
musicradar.com (02.03.2022) DT 990 Pro keine Note –
sonarworks.com (15.04.2019) DT 990 Pro 6,5/10 (unkalibriert) 3,3
homestudiobasics.com (09.06.2026) SHP9500 4,9/5 4,9
headphonesproreview.com (26.06.2023) SHP9500 keine Note –
garegear.com (05.11.2025) SHP9500 keine Note (Kaufempfehlung) –

Insgesamt sind neun unabhängige Quellen in diese Auswertung eingeflossen, wobei fünf davon eine explizite Zahlennote vergeben. Da sich diese fünf normalisierten Werte mitteln lassen, ergibt sich ein Gesamtdurchschnitt von 4,3 von 5 Punkten.

Worauf Sie beim Kauf offener Kopfhörer achten sollten

Wenn Sie sich unabhängig von den drei getesteten Modellen für offene Kopfhörer interessieren, lohnt sich außerdem ein Blick auf folgende Kriterien:

  • Offene vs. geschlossene Bauweise: Offene Gehäuse lassen Schall nach außen und Umgebungsgeräusche nach innen, weshalb der Klang laut den Testberichten räumlicher wirkt, dafür aber für Büro, Bahn oder dünnwandige Wohnungen ungeeignet bleibt.
  • Impedanz und Empfindlichkeit: Werte ab etwa 150 Ohm, wie beim DT 990 Pro, verlangen einen separaten Kopfhörerverstärker, während niedrigere Impedanzen wie beim HD 560S auch an Laptop oder Smartphone ausreichend Lautstärke liefern.
  • Frequenzgang und Bass-Charakter: Weil die offene Bauweise physikalisch weniger Basswucht ermöglicht als geschlossene Modelle, sollten Bass-Fans die Testurteile zu diesem Punkt besonders genau lesen.
  • Kabel: Austauschbare Kabel wie beim HD 560S erleichtern spätere Reparaturen, wohingegen fest verbaute Kabel im Schadensfall den gesamten Kopfhörer betreffen.
  • Ohrpolster-Material: Samt- oder Velourspolster gelten laut mehreren Quellen als angenehmer für lange Sitzungen, da reines Kunstleder schneller Wärme staut.

Häufige Fragen zu offenen Kopfhörern

Brauche ich für offene Kopfhörer zwingend einen Verstärker?

Das hängt vom Modell ab. Während der Beyerdynamic DT 990 Pro wegen seiner hohen Impedanz laut mehreren Quellen erst an einem Verstärker oder Audio-Interface „zum Leben erwacht“, kommen sowohl der Sennheiser HD 560S als auch der Philips SHP9500 auch mit dem Kopfhörerausgang eines Laptops oder eines günstigen USB-Dongles auf ausreichende Lautstärke.

Kann ich offene Kopfhörer im Büro oder unterwegs benutzen?

Davon raten die Testberichte übereinstimmend ab, weil die offene Bauweise Schall ungehindert nach außen dringen lässt und Umgebungsgeräusche ebenso ungefiltert nach innen. Für Bahn, Großraumbüro oder Straßenlärm sind daher geschlossene Modelle mit aktiver Rauschunterdrückung die bessere Wahl.

Warum klingen offene Kopfhörer anders als geschlossene?

Weil der Schall bei offenen Gehäusen nahezu ungehindert entweichen kann, entstehen laut den Testberichten weniger Resonanzen und Druckstaus im Ohr, sodass der Klang natürlicher und räumlicher wirkt. Gleichzeitig fehlt dadurch aber die Basswucht, die geschlossene oder gar Bluetooth-Kopfhörer mit digitaler Klanganpassung oft künstlich verstärken.

Lohnen sich offene Kopfhörer auch mit Bluetooth?

Kabellose offene Modelle sind auf dem Markt bislang selten, da die meisten audiophilen Hersteller auf Kabelverbindungen setzen, um Klangverluste durch die Bluetooth-Übertragung zu vermeiden. Wer dennoch nicht auf Kabellosigkeit verzichten möchte, findet in unserem Beitrag zu Bluetooth-Codecs wie aptX und LDAC Hintergründe dazu, wie nah kabellose Übertragung inzwischen an Kabelklang herankommt.

Verfügbarkeit bei Amazon prüfen*

Wie die Testnoten zustande kommen

Für diesen Vergleich wurden ausschließlich redaktionelle Testberichte etablierter Fachmedien herangezogen, während reine Nutzerbewertungen von Amazon oder Idealo bewusst außen vor blieben. Da die Quellen unterschiedliche Notensysteme verwenden, wurden alle expliziten Zahlennoten einheitlich auf eine Skala von 1 bis 5 umgerechnet: Angaben auf einer 10-Punkte-Skala wurden halbiert, Prozentwerte durch 20 geteilt. Enthielt eine Quelle keine Zahlennote, floss ihr qualitatives Urteil zwar in Pro- und Contra-Punkte sowie Zitate ein, wurde aber nicht in die berechnete Durchschnittsnote einbezogen, damit keine Werte geschätzt oder erfunden werden mussten.

* Affiliate-/Werbelink. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir ggf. eine kleine Provision, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Das hat keinen Einfluss auf die oben zusammengefassten, unabhängigen Testurteile.

Quellenverzeichnis

Das könnte Sie auch interessieren

Soundsystem-Test.de
Logo